Räucherwerk - Anleitung und Informationen

Räucherwerk Traditionelles Räuchern in aller Welt Die 51 bekanntesten Räuchermittel
 

Räucherwerk

Unter dem Begriff Räucherwerk findest du verschiedene Stoffe, die sich für das Räuchern eignen. Das Besondere am Räucherwerk ist, dass es langsam bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen verglimmt und dabei die Düfte und Wirkstoffe freisetzt. Für das spirituelle, medizinische und zeremonielle Räuchern wurden verschieden Formen entwickelt, die dir den Einsatz der einzelnen Stoffe erleichtern.

 

Was sind Räucherstäbchen?

Bei den Räucherstäbchen handelt es sich um Räucherwerk, dessen Stoffe zu einer Stäbchenform zusammengepresst oder gerollt wurden. Je nach Herstellungsverfahren werden die Räucherstoffe gepresst oder geknetet und meist enthalten sie als Träger eine dünnen Holz- oder Bambusstab. Es gibt jedoch auch Räucherstäbchen, die ohne Trägerholz gefertigt werden.

  • Räucherwerk in Stäbchenform
  • Gepresst oder gerollte glimmende Materialien
  • Mit und ohne Trägerholz
 

Räucherstäbchenhalter für das sichere Abbrennen

Damit die Räucherstäbchen gefahrlos abbrennen, benötigen sie eine feste Halterung. Diese kannst du beispielsweise in Online-Shops kaufen. Dort hast du eine große Auswahl an vielseitigen Motiven und hochwertigen Materialien – du kannst diese passend zu deiner Inneneinrichtung oder spirituelle Motive zur Unterstützung deiner energetischen Arbeit wählen. Räucherstäbchenhalter bestehen meist aus Speckstein, Keramik oder Holz und besitzen ein Loch, in das du das Stäbchen zum Abbrennen stecken kannst. Einige haben auch Auffangrinnen für die abfallende Asche. Beliebt sind zudem Räuchertürme, in denen du die Stäbchen positionierst und durch deren Öffnungen der Rauch wie kleine Nebelschwaden hinauszieht.

  • Räucherstäbchen benötigen feste Halterung
  • Hochwertige Materialien für Räucherstäbchenhalter
  • Räucherstäbchenhalter mit spirituellen Motiven für die Energiearbeit
 

Räuchergefäße für sicheres Räuchern

Zum klassischen Räucherzubehör zählen hochwertige Räuchergefäße. Diese Halter für das Räucherwerk bestehen unter anderem aus Keramik, Ton oder Messing. Räuchersäulen, Räucherlaternen, Räucherschalen, Räucherstäbchenhalter sowie Wandaufhängungen für Schwenkgefäße und vieles mehr können heute bereits online gekauft werden. Die Aufgabe dieses Räucherzubehörs ist vor allem ein sicheres und komfortables Abbrennen des Räucherwerks zu ermöglichen. Sie bieten im Allgemeinen ein ansprechendes Design von traditionellen Formen und Mustern bis hin zu modernen Varianten.

  • Räuchersäule
  • Räucherlaterne
  • Räucherschalen
  • Räucherstäbchenhalter
  • Aufhängung für Schwenkgefäße
 

Wofür braucht man Räucherstäbchen?

Die Räucherstäbchen, auch Mag Sticks genannt, werden vor allem in Asien genutzt. Sie finden in vielen fernöstlichen Religionen vom Buddhismus über den Konfuzianismus bis hin zum Hinduismus Verwendung. Meist kommen sie bei religiösen Zeremonien zum Einsatz oder werden bei der spirituellen Meditation abgebrannt. Die Aufgabe der Räucherstäbchen ist im Allgemeinen die energetische Reinigung eines Bereiches.

  • Räucherstäbchen für religiöse Zeremonien
  • Räucherstäbchen für die spirituelle Meditation
  • Energetische Reinigung durch Räucherstäbchen
 

3 Vorteile von Räucherstäbchen

Der wichtigste Vorteil beim Einsatz von Räucherstäbchen ist die einfache Handhabung. Du benötigst lediglich ein Stäbchen, einen entsprechenden Halter und ein Feuerzeug. Positionierst du das Räucherstäbchen fest im entsprechenden Halter, musst du es nur anzünden und es brennt ohne weiteres Tun ab. Du kannst hier weder Fehler bei der Dosierung machen, noch die Materialien ungünstig miteinander vermischen. Wenn du Räucherstäbchen kaufst, erhältst du eine ausgewogene Duftkomposition, die einen traditionell überlieferten Wirkbereich aufweist.

  1. Einfache Handhabung
  2. Wenig Zubehör benötigt
  3. Ausgewogene Duftkomposition
 

Räucherzubehör kaufen

Das klassische Räucherwerk besteht aus für das Räuchern geeigneten Naturstoffen, wie Harze und Kräuter. Neben diesem finden noch weitere Produkte zum Räuchern Anwendung. Die Sicherheit beim Umgang mit dem Feuer und der Asche steht dabei im Vordergrund. Hierbei kommt es vor allem auf hochwertige Räuchergefäße und Räucherstövchen an. Räuchersiebe, Räuchersand, Kohle und Aromalampen sind weitere wichtige Helfer für das bequeme und sichere Abbrennen des Räucherwerks. Zudem sollten Produkte zum fachgerechten Reinigen der Räucherutensilien gewählt werden, um diese möglichst lange nutzen zu können.

 

Was sind Räucherkegel?

Die Räucherkegel, auch Räucherkerzen genannt, sind kleine Kegel aus Räucherwerk, die an der Spitze angezündet werden und von dort aus bis zur Basis verglimmen. Gefertigt werden die Räucherkegel vor allem im Erzgebirge als Teil der hiesigen Volkskunst.

 

Räuchermännchen für die Weihnachtszeit

Räucherkegel sind vor allem bekannt durch ihren Einsatz in Räuchermännchen, die während der Weihnachtszeit genutzt werden. Die Räuchermännchen sind von innen hohl, hier kann der Räucherkegel platziert werden und kontrolliert abbrennen. Durch Öffnungen in der Figur tritt der Rauch aus und verbreitet seinen Duft. Es gibt verschiedene Varianten des Räuchermännchens, das klassischerweise die Gewerke der Region widerspiegeln. Eine modernere Ausführung ist das Räucherhaus und das aus dem Vogtland stammende Moosmännel.

  • Räuchermann mit Räucherkegel zur Weihnachtszeit
  • Klassischer Räuchermann zeigt Gewerke der Region
  • Modernere Varianten wie Räucherhaus oder Moosmännel
 

Wie werden Räucherkegel hergestellt?

Gefertigt werden die Räucherkegel aus Weihrauch-Harz, Mehl aus Rotbuchenholz, Sandelholz und Kartoffelmehl. Die Bestandteile werden angefeuchtet und vermengt. Die so entstandene Masse wird in entsprechende Formen gegeben und getrocknet. Inzwischen kannst du die Räucherkegel auch mit verschiedenen Duftnoten kaufen.

 

3 Vorteile von Räucherkegeln

Die weihnachtlichen Düfte der Räucherkegel und das ansprechende Aussehen der Räuchermännchen sorgen besonders in der Adventszeit für eine heimelige Atmosphäre. Du benötigst den Räuchermann für das Abbrennen des Räucherkegels jedoch nicht. Im Allgemeinen bieten die Räuchermännchen durch ihren Aufbau bei richtiger Handhabung Schutz vor versehentlichem Berühren der heißen Asche und ähnlichem. Wenn du möchtest, kann die Kerze aber auch auf einem anderen feuerfesten Grund verglimmen.

  1. Weihnachtlicher Duft
  2. Räuchermännchen sorgen für heimelige Atmosphäre
  3. Kombination Räucherkegel und Räuchermann sorgt für sicheres Abbrennen
 

Wie räuchert man mit Räucherkohle?

Das traditionelle Räuchern wird meist mit Räucherkohle durchgeführt. Mit derer Hilfe wird duftendes Räucherwerk verglimmt. Im Handel finden sich zwei verschiedene Arten Kohle, die sich basierend auf ihrer Behandlung für kürzeres oder längeres Räuchern eignen.

 

Schnellzünderkohle für kurzes Räuchern

Bei der Schnellzünderkohle handelt es sich um in Form gepresstes Kohlepulver. Dieses ist meist rund, flach und mit einer Mulde versehen. So kannst du sie gut lagern und das Räucherwerk gut platzieren. Durch die Beimengung verschiedener Stoffe kannst du die Schnellzünderkohle einfach mit einem Feuerzeug oder Streichholz entflammen. Innerhalb weniger Minuten beginnt sie zu räuchern. Allerdings besitzen die zugefügten Stoffe einen eigenen Geruch, den du mitunter als unangenehm empfinden könntest. Eine halbe Stunde bis zu höchstens eineinhalb Stunden kannst du im Schnitt mit dieser Art der Kohle räuchern, danach ist sie verglimmt.

  • Praktische Form für die Lagerung
  • Leichtes Positionieren des Räucherwerks
  • Einfach zu entflammen
  • Besitz Eigengeruch
  • Kürzere Brenndauer
 

Naturräucherkohle für langes Räuchern

Für das Anzünden der Naturräucherkohle benötigst du etwas mehr Zeit. Dafür hast du aber auch länger etwas von dieser Art der Kohle, denn ihre Brenndauer liegt meist bei eineinhalb bis zwei Stunden. Zu Beginn ist die Anschaffung dieser Kohleart teurer, denn du benötigst einen Kohleanzünder. Doch die Kohle selbst ist günstiger als die Schnellzünderkohle. Ein Vorteil der Naturräucherkohle ist, dass ihr keine Stoffe zugesetzt werden und sie deswegen keine Fremdgerüche beim Räuchern freisetzt.

  • Längere Zeit für das Anzünden nötig
  • Kohleanzünder benötigt
  • Keine Zusatzstoffe
  • Keine Fremdgerüche
  • Lange Brenndauer
 

3 Vorteile der Räucherkohle

Die Vorteile der Räucherkohle liegen auf der Hand: Durch den direkten Kontakt mit der Kohle, erhältst du höhere Temperaturen und kannst eine intensivere Räucherwirkung erhalten. Besonders Harze lassen sich auf diese Art gut verglühen. Für viele ist zudem der Eigengeruch, der beim Abbrennen der Kohle entsteht, angenehm. Zudem kann der Rauch der Kohle bei Zeremonien und Ritualen gefragt sein.

  1. Intensive Räucherwirkung
  2. Für die Räucherung von Harzen geeignet
  3. Kohle bietet Rauch für Zeremonien
 

Wie räuchert man mit Räucherkohle?

Das energetische Räuchern mit Räucherkohle eignet sich vor allem für Zeremonien und Rituale, die im Freien ausgeführt werden. Mitunter kann es zu einer stärkeren Rauchentwicklung kommen. Aber bei richtiger Handhabung kann auch in Räumen mit Kohle geräuchert werden. Dennoch wird die Kohleräucherung im Allgemeinen vor allem zu besonderen Anlässen durchgeführt.

 
6 Dinge, die du zum Räuchern benötigst

Zunächst entscheidest du dich für eine der beiden Kohlearten. Des Weiteren benötigst du ein spezielles Räuchergefäß, das etwas größer und feuerfest sein sollte, damit die glühenden Kohlen und dein Räucherwerk sicher aufgehoben sind. Damit dein Gefäß geschützt wird, solltest du zudem Feuer- oder Räuchersand kaufen, den du unter die Kohle in dein Behältnis füllst. Seine Aufgabe ist es, die Hitze zu dämpfen und es hilft dir, dein Räucherwerk schonend zu verglühen. Zum Anzünden benötigst du einen Kohleanzünder oder ein Feuerzeug und eine Kerze sowie eine Kohlezange – je nachdem für welche Kohleart du dich entschieden hast. Hochwertiges Räucherwerk benötigst du ebenfalls. Du kannst einzelne Komponenten kaufen, deine eigene Mischung zusammenstellen oder du wählst bereits ausgewogen zusammengestelltes Räucherwerk.

  1. Räucherkohle
  2. Räuchergefäß
  3. Räuchersand
  4. Kohleanzünder, Feuerzeug und Kerze
  5. Kohlezange
  6. Räucherwerk
 
Richtig Räuchern in 4 Schritten

Das richtige energetische Räuchern ist eine kleine Kunst, die es zu erlernen lohnt.

1. Räuchergefäß aufstellen

Stelle dein Räuchergefäß auf einem geraden Untergrund auf, damit es einen festen Stand hat. Vermeide Zugluft, also stelle es beispielsweise nicht direkt vor das geöffnete Fenster. Sorge dafür, dass weder Kinder noch Haustiere Zugang zu diesem Bereich haben. Vorhänge und andere Dekoartikel sollten sich im Abstand zum Standort des Gefäßes befinden.

2. Räuchersand einfüllen

Fülle nun den Räuchersand in dein Gefäß. Er sollte rund Zweidrittel des Behältnisses ausfüllen, um einen sicheren Schutz vor der Hitze der Kohle bieten zu können.

3. Räucherkohle entzünden

Greife mit der Kohlezange nach einem Stück Kohle und entzünde dies entweder mit einem Kohleanzünder oder über einer Flamme – beispielsweise über der deines Feuerzeugs oder einer Kerze. Folge der Bedienungsanleitung auf der Packung. Nachdem du die Kohle angezündet hast, solltest du sie keinesfalls mit den Fingern berühren. Nutze immer die Kohlezange, um Verbrennungen zu vermeiden. Da sich häufig starker Rauch entwickelt, kannst du diesen Arbeitsschritt auch im Freien oder bei geöffnetem Fenster durchführen – nimm dafür das Räuchergefäß mit und stelle es später wieder auf seinen vorbereiteten Platz.

4. Räucherwerk auflegen

Nach dem Anzünden legst du die glimmende Räucherkohle auf den Sand in deinem Räuchergefäß. Hier lässt du die Kohle durchbrennen, bis sie eine weiße Schicht am Rand besitzt. Nun kannst du das Räucherwerk vorsichtig auflegen. Nutze auch hierfür die Kohlezange. Starte mit einer kleinen Menge Räucherwerk und lege bei Bedarf immer wieder kleine Portionen nach.

 
Unser Tipp zum Räuchern von Kräutern und Harzen

Wenn du Kräuter räucherst, können diese auf den heißen Kohlen sehr schnell verbrennen. Harze hingegen zerfließen und können die Glut der Kohle ersticken. Diesen Prozess kannst du verlangsamen, indem du etwas Sand auf die Kohle streust, bevor du das Räucherwerk auflegst. Auf diese Weise kann ausreichend Sauerstoff an die Kohle gelangen und gleichzeitig kannst du die von ihr ausgehende Hitze etwas mildern.

 
Sicherheitshinweis zum Räuchern mit Räucherkohle

Bei der Benutzung von Räucherkohle ist es wichtig, besonders auf den Brandschutz zu achten. Nach deiner Räucherzeremonie solltest du die Kohle immer ganz zu Ende verglimmen lassen und das Gefäß erst nach einigen Stunden, am besten sogar erst am nächsten Tag, reinigen. Ob die Kohle im Inneren noch glüht, kannst du von außen kaum erkennen und riskierst sonst einen Brand.

 

Räuchersieb und Stövchen

Eine besonders Art zu Räuchern ist der Einsatz eines Edelstahlsiebes und eines Stövchens. Der Aufbau ist ähnlich wie bei einer Duftlampe zum Verdunsten von Aromaölen. So ist die Nutzung für dich einfach und schnell. Räuchersieb und Stövchen werden vor allem genutzt, um in Räumen zu Räuchern. Es eignet sich für die Anwendung im Alltag.

 

6 Dinge, die du zum Räuchern mit der Duftlampe benötigst

Wähle eine Duftlampe aus, bei der du die obere Schale, in die eigentlich das Aromaöl gefüllt wird, abnehmen kannst. Dieses kannst du dann durch dein feines Räuchersieb ersetzen. Am besten liegt der Abstand zwischen Kerze und Edelstahlsieb bei rund 10 cm. Leichte Kräuter und Blüten benötigen etwas mehr Abstand, um nicht zu schnell zu verglühen. Harze hingegen können etwas mehr Wärme und damit einen kleineren Abstand gebrauchen. Achte darauf, dass das Edelstahlsieb eine passende Größe hat. Des Weiteren benötigst du ein Teelicht und ein Feuerzeug, um dieses zu entzünden. Wähle zudem ein hochwertiges Räucherwerk. Für diese Form des Räucherns eignen sich vor allem Räuchermischungen, die bereits eine ausgewogene Duftkomposition bieten. Den Räuchersand kannst du einsetzen, um zu verhindern, dass Harze beim Verflüssigen durch dein Sieb laufen.

  1. Große Duftlampe
  2. Geeignetes feines Edelstahlsieb mit passender Größe
  3. Teelicht
  4. Feuerzeug
  5. Räucherwerk
  6. Räuchersand
 

Wie du mit einer Duftlampe räucherst

Das Räuchern mit der Duftlampe ist einfach und schnell, sodass es sich zur Innenraum-Räucherung eignet und auch von Anfängern recht einfach durchgeführt werden kann.

1. Duftlampe aufstellen

Stelle die Duftlampe auf eine gerade, feste Fläche. Vermeide Zugluft oder brennbare Gegenstände in unmittelbarer Nähe.

2. Teelicht entzünden

Zünde das Teelicht an und stelle die Kerze an die dafür vorgesehene Stelle in der Duftlampe.

3. Räuchersieb einsetzen

Setze das Räuchersieb an die dafür vorgesehen Stelle in der Duftlampe ein.

4. Räuchersand einfüllen

Wenn du vorhast, vor allem Harze zu räuchern, kannst du etwas Räuchersand in das Sieb geben. Dieser nimmt die verflüssigten Harze auf und kann verhindern, dass sie in die Kerze oder die Duftlampe tropfen.

5. Räucherwerk einfüllen

Gebe nun das Räucherwerk in das Edelstahlsieb. Wie lange du räucherst, entscheidest du selbst. Manchmal ist es nötig, Räucherwerk nachzufüllen.

 

Räucherstövchen mit Sieb

Lose Räuchermischungen können selbst zusammengestellt oder in traditionellen Zusammensetzungen gekauft werden. Für ein sanftes Räuchern bei niedrigen Temperaturen eignen sich die Räucherstövchen. Diese bestehen aus einem Korpus, beispielsweise aus Metall, Stein, Keramik oder Holz, auf dem ein Edelstahlsieb liegt. Auf dieses kann das Räucherwerk gegeben werden, während darunter ein Teelicht positioniert wird. Ohne Sieb mit Schale ähnelt der Aufbau einer klassischen Duftlampe und eignet sich unter anderem dafür, um Harze langsam zu verbrennen oder ätherische Öle zu verdunsten. Der Vorteil der Räucherstövchen im Allgemeinen ist, dass auf Kohle für das Räuchern verzichtet werden kann – für Anfänger eignet sich das Räucherstövchen demnach besonders.

  • Korpus mit Sieb oder Schale
  • Für langsames, sanftes Räuchern
  • Mit Teelicht, keine Kohle nötig
  • Einfache Anwendung: Für Anfänger geeignet
 

Was ist ein Weihrauchbrenner?

Das Räuchern mit Räuchersieb und Stövchen kann auch über einen traditionellen Weihrauchbrenner durchgeführt werden. Bekannt sind sie beispielsweise als Accessoire der arabischen Volkskunst. Sie können sowohl aus Metallen wie auch aus Ton und anderen Materialien gefertigt werden. Der Weihrauchbrenner bietet sowohl eine Halterung für das Teelicht, wie je nach Material und Herstellungsverfahren auch ein Räuchersieb oder eine Halterung für das Räucherwerk. Oft ist das Räuchersieb mit einer kleinen Metallplatte versehen, sodass flüssige Harze nicht durchsickern können. Du wendest den Weihrauchbrenner ähnlich an wie die Duftlampe.

 

Räuchersieb richtig reinigen

Das Räuchersieb kann durch den Einsatz von Räucherharzen sehr verkleben. Um diese restlos zu entfernen, greifst du das Sieb mit einer feuerfesten Zange und hältst es dicht über die Kerzenflamme. So löst sich das Harz. Vorsicht, das Sieb wird sehr heiß! Anschließend kannst du es mit einer kleinen speziellen Bürste und Spülmittel unter fließendem Wasser reinigen.

  • Sieb über Kerzenflamme erhitzen
  • Mit Bürste und Spülmittel reinigen
  • Auskühlen lassen und in geeignetem Behälter verstauen
 

4-Schritte-Anleitung: Reinigung von Räuchergefäßen und Räucherstövchen

Bei der Reinigung der Räuchergefäße spielt das Material eine bedeutende Rolle und sollte stets Beachtung finden. Sind die Gefäße nur leicht verschmutzt, können hochwertige Pinsel verwendet werden, um die Asche sanft und effektiv zu entfernen. Bürsten mit etwas härteren Borsten eignen sich für hartnäckige Verschmutzungen. Siebe lassen sich beispielsweise mit Drahtbürsten reinigen. Um sehr starke Verschmutzungen zu beseitigen, kann Spiritus zum Einsatz kommen, der auf ein Tuch geträufelt wird – hier gilt es die Sicherheitsbestimmungen auf der Flasche unbedingt zu beachten und zu klären, ob das Material des Räuchergefäßes sich für diese Art der Reinigung eignet. Abschließend können Räuchergefäße aus Metall mit einem entsprechenden Poliertuch auf Hochglanz gebracht werden.

  1. Pinsel, um Staub zu entfernen
  2. Bürsten für stärkere Verschmutzung
  3. Spiritus für hartnäckige Verunreinigungen
  4. Mit Poliertuch auf Hochglanz bringen
 

Räucherstäbchen mit Nag Champa

Eine der bekanntesten Duftrichtungen für hochwertige indische Räucherstäbchen ist die Duftmischung Nag Champa. Die genaue Zusammensetzung kann je nach Hersteller variieren, das Eisenholz aus Sri Lanka ist jedoch immer ein wichtiger Bestandteil der Komposition. Dieser langsam wachsende Baum mit sehr hartem Holz findet sich häufig in antiken buddhistischen Tempelanlagen und soll den Legenden zufolge ein wichtiger Begleiter der Erleuchtung sein. Seine Blüten, Wurzeln, Samen und Blätter werden für die Herstellung von Nag Champa Räucherstäbchen verwendet. Diese klassische Duftmischung enthält zudem meist rotes oder weißes Sandelholz. Letzteres gilt in der indischen Tradition als heilig und soll mit seinen Kräften das Wurzelchakra stärken können. Es ist dem Gott Shiva gewidmet, der unter anderem Sinnbild der Schöpfung ist und zugleich für Zerstörung und Neubeginn steht.

 

Traditionelles Räuchern in aller Welt

Das energetische Räuchern wird in verschiedenen Zeremonien und Ritualen von unterschiedlichen Kulturen auf der ganzen Welt genutzt. Bereits die Pharaonen des Alten Ägyptens setzten es ein und heute findet sich das spirituelle Räuchern in der Traditionellen Chinesischen Medizin und dem Feng Shui ebenso wie in den religiösen Zeremonien von Buddhismus und Hinduismus. Es formten sich im Laufe der Jahrhunderte sogar wichtige Handelsrouten, wie die Weihrauchstraße, rund um das Räuchern.

 

Abendräucherung im Alten Ägypten

Die alten Ägypter führten abendliche Räucherungen, sogenannte Kyphi, für ihre Götter durch. Die Tempel hatten eigene Labore, in denen die göttlichen Räuchermischungen komponiert wurden. Ihr Duft ist wärmend und umhüllend. Begleitend wurden während der Abendräucherung heilige Schriften verlesen.

 

Welches Räucherwerk nutzten die Pharaonen?

Welche Zutaten die Pharaonen für die Abendräucherungen zusammenmischen ließen, ist aufgrund des Papyrus Ebers für die Nachwelt erhalten. Diese medizinische Niederschrift zählt mit ihrem Alter von weit über 3000 Jahren zu den ältesten, noch existierenden Schriftstücken der Welt. Aus den Aufzeichnungen geht hervor, dass die alten Ägypter vor allem den bekannten Weihrauch für die Kyphi nutzten. Dieser war in den meisten Mischungen für die rituellen Abendräucherungen zu finden. Ergänzend wurden ebenfalls häufig Benzoe, Myrrhe und Wacholderbeeren eingesetzt. Kalmus, Zeder und Mastixzweige wurden ebenfalls eingesetzt sowie Rosinen.

 

Abendräucherung selbst durchführen

Die traditionellen Abendräucherungen der Pharaonen können dir helfen, einen ruhigen Ausklang für den Tag zu finden und eine entspannte Nacht zu verbringen. Den Aromen der Kyphi wird nachgesagt, dass sie über Nacht das Seelenleben klären sollen. Du kannst dir eine Kyphi-Mischung bestellen und nach einem Verfahren deiner Wahl abbrennen. Du kannst das Räucherwerk für die Abendräucherung jedoch auch selbst aus einzelnen Komponenten herstellen.

 
Rezept für die Abendräucherung

Du kannst dir selbst dein Räucherwerk für die Abendräucherung zusammenstellen. Am besten wählst du einen großen Behälter, sodass du etwas mehr machen und dieses gut mischen kannst. Beginne bereits am Vorabend damit, die Rosinen in etwas Rotwein einzulegen und lass diese sich über Nacht vollsaugen. Die Basis für deine Kyphi ist der Weihrauch, den du mit drei Anteilen in deine Mischung gibst. Es folgen mit jeweils zwei Anteilen Benzoe und Myrrhe. Ein Anteil machen in deiner Mischung die Wacholderbeeren aus. Jeweils zu einem halben Teil fügst du nun Galgant, Zimtrinde und Zeder hinzu. Abgerundet wird deine Mischung mit zwei Tropfen Lotusaromaöl und zwei Tropfen Honig.

  • Drei Anteile Weihrauch
  • Zwei Anteile Benzoe und Myrrhe
  • Ein Anteil Wacholderbeeren
  • Ein halber Anteil Galgant, Zimtrinde und Zeder
  • Zwei Tropfen Lotusaromaöl
  • Zwei Tropfen Honig
  • Sieben Rosinen über Nacht in Rotwein eingelegt

Zubereitung:

  1. Alle Bestandteile, die sich mörsern lassen, zerkleinerst du mit einem Mörser
  2. Die in Rotwein getränkten Rosinen schöpfst du ab und pürierst sie zusammen mit dem Honig und dem Lotusaromaöl
  3. Dann vermischst du alle Bestandteile
  4. Forme aus der Masse kleine Kugeln oder Kegel ungefähr in der Größe einer Haselnuss
  5. Gebe sie auf einen mit Küchenkrepp bedeckten Teller und lasse sie gut durchtrocknen – rund 14 Tage kannst du dafür einplanen
  6. Danach kannst du sie wie gewohntes Räucherwerk nutzen
 

Arabien und die Weihrauchstraße

In der arabischen Welt ist das zeremonielle Räuchern bis heute sehr verbreitet. Hierbei wird vor allem auf den Weihrauch gesetzt. Dieser kommt als Harz des Weihrauchbaumes zum Einsatz. Die legendäre Weihrauch-Karawanenroute zählt zu den ältesten Handelsstraßen der Welt. Sie entstand 2 Jahrtausend v. Chr. und reicht vom Ursprungsort des Weihrauches in Dhofar im Süden Arabiens bis zum Mittelmeer.

 

Wie wird Weihrauch in Arabien traditionell verwendet?

Traditionell wird der Weihrauch in Arabien genutzt, um schlechte Gerüche zu vertreiben. Diese können sich sowohl im Haus wie auch in der Kleidung oder sogar am Körper befinden. Der Wohlgeruch des geräucherten Weihrauchs kann sie entfernen und hat sogar eine desinfizierende Wirkung. Aufgrund seines Duftes ist der Weihrauch zudem häufig in Eau de Parfums zu finden.

  • Gerüche vertreiben
  • Körper und Kleidung reinigen
  • Duft für Parfums
 

Räuchern in Feng Shui und Traditioneller Chinesischer Medizin

Das Räuchern ist in China vielfach zu finden. Rituelle Räucher-Zeremonien sollen beispielsweise Glück bringen und zu Wohlstand verhelfen. Der Rauch findet zudem auch im Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) Verwendung. In China kommt das Räuchern zudem in der bekannten Energielehre Feng Shui häufig zum Einsatz. Hier wird es für das Raum Clearing, also der feinstofflichen energetischen Reinigung von Räumen, eingesetzt.

 

Feng Shui: Räuchern für Raum Clearing

Dem Reinigen der Räume durch Räuchern kommt im Feng Shui eine wichtige Bedeutung zu. Zum Einsatz kommt das sogenannte Raum Clearing zum Beispiel bei einem Umzug, um die Zimmer von den Energiespuren der Vorgänger zu reinigen. Vor einem Einzug in einen Neubau wird geräuchert, um die Zimmer, die energetisch noch unbeschriebene Blätter sind, mit positiven Energien zu füllen. Mithilfe des Räucherns soll den einzelnen Räumen zudem ihre künftige Funktion und Aufgabe zugeteilt werden. Das Raum Clearing kann auch genutzt werden, wenn es große und schmerzhafte Veränderungen im Leben der Bewohner gab – beispielsweise durch einen Todesfall oder eine Scheidung. Das Raum Clearing eignet sich dabei nicht nur für Privathäuser, sondern auch für Geschäftsräume.

  • Bei Umzug
  • Bei Erstbezug
  • Um Räume vorzubereiten
  • Bei Veränderungen im Leben
 
Raum Clearing mit Räuchern in 7 Schritten

Für das Raum Clearing können verschiedene Räucherstoffe zum Einsatz kommen. Am besten lässt sich das Raum Clearing mit einem Räuchergefäß umsetzen, das an einem Henkel getragen werden kann.

  1. Wähle hochwertige Räuchermaterialien und stelle dein Räuchergefäß an einem sicheren Standort auf
  2. Fülle Räuchersand ein und entzünde sie
  3. Warte bis diese nicht mehr glimmt, sondern einen gräulichen Farbton aufweist
  4. Lege deine Räuchermischung auf
  5. Hat dein Räuchergefäß einen Henkel, greife es dort und führe es mit langsamen Schritten durch den ganzen Raum (andere Gefäße lieber nicht berühren – Verbrennungsgefahr!)
  6. Achte darauf, jede Ecke abzulaufen – am besten folgst du den Himmelsrichtungen von Norden nach Westen
  7. Spreche ein Reinigungsmantra für das du dein Vorhaben laut aussprichst, beispielsweise: „Mit dieser Räucherzeremonie reinige ich diese Räume. Negative Energien löse ich auf und schaffe Platz für positive Kräfte. Ich lade Licht, Frieden und Liebe ein, diese Räume zu füllen“. Das Mantra kann durch passende Sätze und Worte ergänzt und individuell gestärkt werden.
 
Räucherwerk für das Raum Clearing

Zum Räuchern im Feng Shui eignen sich verschiedene Harze, Samen, Hölzer und Kräuter. Häufig werden diese bereits in einer Mischung angeboten, dadurch wird ein kompliziertes Mischen der einzelnen Zutaten überflüssig. Besonders einfach in der Handhabung sind Feng Shui Räucherstäbchen mit speziell abgestimmten Aromen.

 

Räuchern in der TCM: Moxa-Therapie

Die Moxibustion, kurz auch als Moxa-Therapie bekannt, ist eine ganzheitliche Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie basiert auf der klassischen Akupunktur. Bei der Moxa-Therapie werden die Nadeln um Räucherwerk aus Heilkräutern erweitert, das in kleinen Mengen zu Kegel oder Kugeln geformt wird, die sich an den Nadeln befestigen lassen. Die Erhitzung der Nadeln, soll die Wirkung der Akupunktur verstärken und den Fluss der Energien aktiveren können.

 

Boshan: Chinesische Duftrauchbrenner

Die Duftrauchbrenner, im Chinesischen Boshan genannt, sind spezielle Behälter für das Verglimmen von Räucherwerk. Es handelt sich dabei um einen Behälter, der konisch zur Spitze nach oben zusammenläuft. Die Spitze lässt sich als Deckel abnehmen. Gefertigt wird er traditionell aus verschiedenen Keramiken oder Steingut. Der Kelch weist an verschiedenen Stellen kleine Löcher auf, aus denen der Rauch beim Räuchern treten kann. Der gesamte Räucherbehälter steht auf einem passenden Untersetzer. Die Form des Gefäßes und der austretende Rauch sollen an einen heiligen Berg im Nebel erinnern.

 
Wofür werden Duftrauchbrenner traditionell verwendet?

Die chinesischen Duftrauchbrenner wurden vielseitig genutzt. Vor allem kamen sie zum Einsatz, wenn wohlhabendere Gesellschaftsschichten die innere Einkehr bei der Meditation zu vereinfachen versuchten und diese zur Entspannung beitragen sollten. Neben der Verwendung bei rituellen Zeremonien war es in einigen Regionen zudem üblich, die Duftrauchbrenner mit in das Grab eines Verstorbenen zu geben.

  • Zur Entspannung
  • Bei rituellen Zeremonien
  • Als Grabbeigabe
 

Japanische Kōdō-Zeremonie: Der Weg des Duftes

Die Kōdō-Zeremonie ist vor allem in Japan verbreitet und lässt sich als „Duftspiel“ oder auch als „Weg des Duftes“ bezeichnen. Während dieser traditionellen Zeremonie werden nach bestimmten Regeln Räucherwerke verbrannt. Ihr Rauch soll als Botschaft zu den Göttern in den Himmel emporsteigen können. Es gibt verschiedene Arten, diese Zeremonien durchzuführen: Im Zentrum steht jedoch immer eine Achtsamkeit für die jeweiligen Gerüche, sodass es unter anderem Praktiken gibt, in denen die Anwesenden anhand des Duftes das genutzte Räucherwerk bestimmen.

 

Räuchern im Christentum

In den christlichen Kirchen ist das Räuchern ein verbreitetes Ritual. Bereits in der Bibel finden sich Textpassagen, die auf den Gebrauch von Räucherstoffen hinweisen. Heute findet sich das rituelle Räuchern im Christentum vor allem bei verschiedenen Feierlichkeiten der Ostkirchen, wird aber auch zu Anlässen in den westlichen Kirchen verwendet, wie beispielsweise bei Andachten oder Prozessionen. In diesen christlichen Ritualen kommt vor allem der Weihrauch zum Einsatz, dessen Name sich als „heiliges Räucherwerk“ deuten lässt.

 

Ayurveda und Räuchern in Indien

Besonders bekannt sind die indischen Räucherstäbchen. Sie werden aus Harzen, Holz und Kräutern oftmals per Hand gefertigt. Mithilfe der Stäbchen soll eine bestimmte Wirkung auf die drei Doshas erreicht werden. Vatta, Pitta und Kapha beherbergen die geistige und körperliche Konstitution. Bei jeder Person sind sie unterschiedlich gewichtet und ergeben so einen individuellen energetischen Cocktail. Den traditionellen Überlieferungen des Ayurvedas zur Folge ist eine gleichklingende Funktion der Doshas für das Wohlbefinden und eine ganzheitliche Heilung unverzichtbar.

 

Räuchern in der Tibetischen Medizin

In Tibet ist das Räuchern sehr verbreitet und freut sich großer Beliebtheit. Sie kommen unter anderem bei traditionellen Zeremonien zur ganzheitlichen Heilung zum Einsatz. Gerne werden Gerüche, wie die Himalayazeder, das indische Nussgras oder tibetischer Weihrauch, verwendet. Sie kommen in Form von Räucherstäbchen zum Einsatz, die sich durch eine Besonderheit auszeichnen: Sie besitzen kein stützendes Holzstäbchen in ihrer Mitte.

 

Räuchern: Tibetische Tradition

Tibet wird oftmals als das Dach der Welt bezeichnet, denn es findet sich im zentralasiatischen Hochland und wird im Süden durch das Himalaya-Gebirge eingefasst. Die verbreitete Religion ist der tibetische Buddhismus, in dem das Räuchern eine wichtige Rolle spielt, um die Meditation oder die Andacht zu begleiten und zu vertiefen. Nach tibetischer Tradition gehört das Räuchern zum Alltag und kann auf dem eigenen Hausaltar durchgeführt werden, um die Götter zu ehren, positive Energien einzuladen und von negativen Kräften zu reinigen. Der Glaube der Tibeter an die Kraft des Räucherwerks ist so groß, dass es traditionell für die Vitalität eingesetzt wird und verschiedenste Räuchermischungen für das spirituelle Wohlbefinden überliefert wurden.

  • Räuchern im tibetischen Buddhismus
  • Für Meditation und Andacht
  • Räuchern im tibetischen Hausaltar
  • Spirituelles Wohlbefinden
 

Ritus: Räuchern im Schamanismus

Traditionell ist das Räuchern in verschiedenen Bereichen des Schamanismus auf der ganzen Welt zu finden – im Westen ist es unter anderem in der Weihnachtszeit oder zum Osterfest bekannt. In den überlieferten Riten kann die Jahreszeit ebenso eine Rolle spielen wie der Stand der Sonne oder des Mondes. Neben dem Reinigen und dem Schutz vor negativen Energien in Wohnräumen hat das Räuchern im Schamanismus noch einen weiteren Zweck: Es wird genutzt, um den Bewusstseinszustand des Schamanen so zu verändern, dass ihm ein Reisen in die feinstofflichen Energien ermöglicht wird. So soll er laut Volksglauben Einsichten erhalten und zum Vermittler zwischen den Welten werden. Ziel des schamanischen Räucherritus ist es unter anderem, die Energien einer Person in Balance zu bringen und Dämonen in die Flucht zu schlagen, um so Vitalität und Wohlbefinden zu ermöglichen.